Biorhythmus Basiswissen
Biorhythmus Hintergrundinformation
Biorhythmus ist eine unwissenschaftliche Lehre, die besagt, dass durch einfache Mittel gute und schlechte Tage von Mensch und Tieren ermittelt werden können. Davon abzugrenzen ist die Chronobiologie, die mit wissenschaftlichen Methoden die zeitliche Organisation von Lebewesen untersucht, mit Biorythmik jedoch nichts zu tun hat. In der Chronobiologie wird deshalb der Begriff biologische Rhythmen verwendet, um Missverständnisse zu vermeiden.
Die Biorhythmik-Lehre geht von drei „Rhythmen“ mit unterschiedlicher Periodendauer aus, durch die das Leben mitbestimmt werden soll:
* körperlicher Rhythmus (23 Tage)
* emotionaler Rhythmus (28 Tage)
* geistiger Rhythmus (33 Tage)
Bei der Geburt fangen diese Rhythmen sinusartig mit ihrer ersten Periode positiv an, überqueren nach der halben Periodenlänge die Null–Linie und gehen dann in die negative Phase. Am Ende der Periode erfolgt wieder ein Umschlag in den positiven Bereich. Alle Übergänge, das heißt von positiv zu negativ und umgekehrt sind kritische Tage also potentiell „schlechte“ Tage. Kommt es nun bei allen drei Phasen zu einem Übergang am selben Tag, kann das laut der biorhythmischen Lehre krisenhafte Folgen haben – während das Zusammentreffen positiver Tage besonders gute Tage zur Folge hat.
Die Basis für diese simple Rechnung wurde am Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Wiener Psychologen Hermann Swoboda und den Berliner Arzt Wilhelm Fließ gelegt. Fließ entdeckte in den Krankenakten seiner Patienten übereinstimmend Regelmäßigkeiten und formulierte diese zunächst in seiner Periodenlehre. Sie versuchten so hinter den „guten“ und „schlechten“ Momenten eines Lebens eine Gesetzmäßigkeit zu entdecken.
Hohe Popularität erlangte der Biorhythmus in den 1980er Jahren mit dem Aufkommen der ersten programmierbaren Taschenrechner und Heimcomputer. Das Lebensalter in Tagen und der daraus resultierende Biorhythmuszustand konnte somit durch einfache Programme schnell berechnet werden.
Befindet sich eine Kurve im oberen Teil der Mittelachse, so ist man im entsprechenden Bereich (körperlich, emotional oder geistig) in einem "Hoch", also in guter Verfassung. Ist die körperliche Kurve im Hoch, so ist man in Topform. Emotional im Hoch heißt gute Laune, Kontakte mit anderen Leuten fallen positiv aus. Ein geistiges Hoch bedeutet, dass man viele Einfälle hat und besonders konzentriert ist, die Arbeit fällt einem leicht. Ist eine Kurve im unteren Teil der Mittelachse, so ist man im entsprechenden Bereich in einem "Tief".
"Kritisch" im entsprechenden Bereich sind aber die Tage, bei denen eine Kurve auf die Mittelachse trifft, sehr kritisch diejenigen Tage, an denen sich gar zwei Kurven auf der Mittelachse treffen. Biorhythmen können nicht Ereignisse "vorhersagen" oder erklären, sie können lediglich etwas darüber aussagen, wie man diese zu bewältigen vermag.
Ob Sie an die Biorhythmen glauben oder nicht bleibt natürlich Ihnen überlassen.