Glühbirne

Glühlampe Glühfadenlampe Glühlicht

 

Eine Glühbirne gibt es eigentlich nicht.

Die korrekte Bezeichnung ist Glühlampe.

Warum leuchten Glühlampen?

 

Die Glühlampe, Glühfadenlampe (früher Glühlicht, alltagssprachlich auch Glühbirne genannt) ist eine künstliche Lichtquelle, in der ein elektrischer Leiter durch elektrischen Strom aufgeheizt und dadurch zum Leuchten angeregt wird.

Was ist mit dem Einschaltstrom?

Durch den geringeren Widerstand des Glühwendels im kalten Zustand fliesst kurzfristig mehr Strom. Der Einschaltstrom einer durchschnittlichen Glühlampe ist etwa 10-15 so hoch wie der Betriebsstrom, eine 100W-Glühlampe nimmt also für Sekundenbruchteile eine Leistung von 1000-1500W auf. Faustregel: Der Einschaltstrom verbraucht ca. ebensoviel Energie, wie die Glühlampe wenn sie 10 Minuten leuchtet. Fazit:

Ein kontrolliertes Ein/Ausschalten spart Strom und verlängert die Lebensdauer der Glühlampe.

Warum brennen Glühlampen durch?

Glühlampen brennen meist beim Einschalten durch. (vorausgesetzt, dass im Betrieb keine wesentlichen Erschütterungen auftreten, wobei dies oft auch erst zu einem Ausfall beim nächsten Einschalten führt, dazu aber später mehr.) Warum ist das so? 

 

 

 Heutige Glühwendel bestehen meist aus Wolfram, einem, bei Zimmertemperatur, sehr harten und sprödem Metall mit einem sehr hohen Schmelzpunkt.
Wolfram ist, wie alle Metalle, ein Kaltleiter, das heisst das der Widerstand mit steigender Temperatur zunimmt.

Während dem Betrieb verdampft etwas Material des Wendels (deshalb haben viele alte Glühlampe im Glaskolben einen dunklen Belag.).
Am meisten Material wird an den heissesten Stellen verdampft und das sind genau die Stellen an denen der Wendel schon etwas dünner ist, somit wird er an dieser Stelle noch etwas dünner und noch etwas heisser.

 

Der Glühwendel ist, aus technischen Gründen, wie eine Spiralfeder gestaltet und wirkt somit auch noch etwas als Elektromagnet. Beim Einschalten, bedingt durch den hohen Einschaltstrom und das dadurch erzeugte Magnetfeld, versucht sich der noch kalte und spröde Wendel etwas zusammenzuziehen, gleichzeitig heizen sich die dünnsten Stellen des Wendels schneller und stärker auf als der Rest... und der Wendel brennt durch.

Mechanische Beanspruchung

Erschütterungen und deren Auswirkung

Der leuchtende Wendel ist relativ weich und bei Schlägen oder ähnlichen mechanischen Einflüssen verhaken sich dann meist einige Windungen - der Wendel leuchtet wesentlich heller, das heisst er wird deutlich heisser.

Wenn der Glühfaden nicht sofort durchbrennt überlebt er das nächste Einschalten in der Regel nicht mehr.

Artikel aktualisiert: 09/04/2008 - 12:16
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